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Dankbarer Dritter – Philipp Horstmann zum ersten Mal bei DM auf dem Podium

Dankbarer Dritter – Philipp Horstmann zum ersten Mal bei DM auf dem Podium

[Pressebericht der Westfälischen Nachrichten vom 14.09.2020]

Nach zwei vierten Plätzen in den Vorjahren hat es Philipp Horstmann (DG Lüdinghausen) geschafft: Rang drei bei den nationalen Titelkämpfen im Harz in der Klasse U 18. Nur eine von vier Runden lief nicht ganz nach Plan.

„Eine schwächere Runde“, hatte Vereinskamerad Michael Sinne den WN am Freitag verraten, „leistet sich Philipp bei Veranstaltungen über vier Tage eigentlich immer. Aber die hat er jetzt ja hinter sich“. Sinne lag mit seiner Prognose goldrichtig. Der formida­blen Vorstellung am Donnerstag (sechs unter Par) und der eher durchwachsenen am Folgetag (zwei über Platzstandard) ließ Philipp Horstmann ( DG Lüdinghausen) am Wochenende bei der Discgolf-DM in Salzgitter eine sehr solide 56er- und eine ziemlich gute 55er-Runde folgen. Was aber noch wichtiger war: Nachdem er 2018 und 2019 jeweils undankbarer Vierter geworden war, reichte es für den 16-Jährigen in der U 18-Klasse im dritten Anlauf endlich zu Bronze bei den nationalen Titelkämpfen.

„Sehr zufrieden“ sei er mit dem Abschneiden, erklärte der Cani-Schüler nach der Rückkehr aus Niedersachsen. Sein persönliches Highlight sei der Auftakt gewesen. 53 Würfe benötigte Horstmann für die 18 Bahnen. Damit führte der Youngster das Feld zwischenzeitlich sogar an – vor Justus Friedrich (Lünen/54) und Top-Favorit Joris Richter (Peine/57).

Kleiner Einbruch am Freitag

Den kleinen, aber nicht weiter tragischen Einbruch an Tag zwei kommentierte der Steverstädter so: „Die Annäherungen waren ganz okay, aber beim Putten hatte ich ziemliche Probleme.“ „Nur“ vier Birdies, dafür sechs Bogeys: Der Traum vom ganz großen Coup war bereits am Freitag vorbei: „Gegenüber solchen Top-Leuten wie Joris und Justus kannst du höchstens mal fünf Würfe aufholen.“

Bei Halbzeit betrug der Rückstand auf den zu dem Zeitpunkt führenden Friedrich aber bereits sechs Punkte, 13 waren es am Samstag. Ähnlich komfortabel war Horstmanns Abstand zum Vierten, Jannick Ahlvers (Hillentrup). Da konnte nichts mehr anbrennen. Insofern lag der Fokus des Lüdinghausers weniger darauf, Rang drei abzusichern: „Ich wollte mich einfach mit einer guten Leistung aus Salzgitter verabschieden.“

Hat dann ja auch geklappt. Fast so sehr wie über den erstmaligen Sprung aufs Podest freute sich Horstmann darüber, dass zwei Vereinskollegen den weiten Weg in den Harz auf sich genommen hatten, um ihn am Schlusstag anzufeuern. Den Sieg sicherte sich, im Stechen, Richter – vor Friedrich (beide 212) und dem jungen Mann aus der Steverstadt (225). DGLH-Neumitglied Sven Ostendarp belegte in der offenen Klasse Rang 52.